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Von Seeungeheuern und dem Hafen im Hafen

7/24/2026

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Die Tide treibt uns immer noch früh aus dem Bett, damit wir mit der Strömung an den spannenden Stellen zur richtigen Zeit sind. Das gute ist, dass wir um diese Zeit schön sauber gemachte Toiletten vorfinden, denn die Reinigungskräfte sind auch zu der frühen Stunde im Hafengebäude unterwegs. Man grüßt sich freundlich. Dann steht die normale Morgenroutine an, Frühstücksbrote vorbereiten, Idefix segelklar machen und Kaffee kochen. Wobei es sich gerade nicht nach segeln anfühlt, das Wasser ist still und bleiernd. Aber die erste Schicht Sonnencreme lege ich schon auf, denn die Sonne lacht schon warm vom Himmel. Dann geht es los. Wir legen etwas früher ab, als geplant und motoren zum Wetsausgang des Solent.
Das ist schon die erste beeindruckend spannende Stelle des heutigen Tage. Das Fahrwasser, dass zu den Needles führt wird von einer Sandbank an der Westseite gesäumt und die Tiedenströmung wird hier zu bestimmten Zeiten sehr stark und schiebt Boote in Richtung der Sandbank. Da wir zum richtigen Zeitpunkt hier sind, können wir die Needls anschauen. Schon eine spannende Felskonstellation, die hier das Westende der Insel markiert.
An der Ansteuerungstonne, die gefühlt so groß ist wie der Idefix, nehmen wir Kurs West auf St. Albans Headund steuern die nächste spannende Stelle an, die im Reeds, dem englischen Handbuch für Segler, als beachtenswert beschrieben wird. Wir kommen mit dem schiebenden Strom und dem ruhigen Wasser gut voran. Dank der ruhigen Wetterlage nehmen wir den Inshore Weg an den Overfalls vorbei. Die breiten sich hier bis zu drei Seemeilen auf die See hinaus aus. Der Inshore Weg läuft zwischen Ufer und 300 Meter davon entfernt entlang. Das fühlt sich schon beeindruckend an, so nah am Ufer entlangzufahren.
Man kann hier trotz des flachen Wassers und der richtigen Zeit, sprich wir passieren die Passage bei wenig Strömung, das aufgewühlte Wasser erkennen. Idefix wir etwas unruhig und schaukelt, denn ein paar Ausläufer treffen auch den inneren Weg. Das Wasser ist hier um die 10 Meter tief, dann kommt, wie man auf dem Seekartenplotter erkennen kann eine Kante und von jetzt auf gleich zeigt die Logge 36 Meter Wassertiefe an. Diese Unterwasserhindernisse in Kombination mit starkem Tiedenstrom an den Landzungen sind der Grund für das aufgewühlte Wasser. Danach geht es einfach nur noch ruhig voran und wir vertreiben uns die Zeit mit Lesen und immer mal wieder Ausschau halten. Wenn man hier an die Seefahrer der alten Zeit denkt, kann ich gut verstehen, dass Sie an Seeungeheuer glaubten. Denn so plötzlich wie der Spuk anfängt, endet der auf dem Wasser.
Unser Ziel, die Marine im Portland Harbour, ist zur Zeit von Olympia in London entstanden. Hier vor Weymouth und Portland sind die olympischen Segelregatten ausgetragen worden und die Marina erinnert ein wenig an den Olympiahafen in Kiel-Schilksee. 
Was aber beeindruckend ist, die Marina ist ein Hafen im Hafen, denn sie liegt in dem ehemaligen Marine Stützpunkt der englischen Flotte. Es ist ein riesiger Hafen mit großen Wellenbrechern, der zwischen die Festland Landzunge von Weymouth und der Insel Portland gebaut wurde. Die Landzunge, die sich zwischen dem Festland und der Insel erstreckt, hat hier immer schon für einen geschützten Hafen gesorgt. Jetzt teilen sich diesen Ort die Segler mit Marineversorgern und Luxuslinern, wie der Aida. Derzeit laufen hier die englischen Meisterschaften in der olympischen ILCA (ehm. Laser)-Klasse mit beeindruckenden Feldern. Und was ich super finde, sie segeln die Regatten hier im geschützten und doch windsicheren riesigen Hafenbecken. 
In der Marina werden wir freundlich empfangen und bekommen einen schönen Liegeplatz zugewiesen. Es zahlt sich aus, dass wir vorher angerufen haben und um einen Liegeplatz gebeten haben. Auch die Infrastruktur vom Hafen ist gut. Auch ist der Hafen, außer halb des Solents wieder ein wenig günstiger. Nur die Wetterberichte für die nächsten Tage zeigen, dass wir hier wohl etwas kleben bleiben werden.
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    Nimm teil an den Abenteuern des Segelboot Idefix und seiner Crew.
    Eine Waarschip 28LD.

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