Kaum haben wir abgelegt, sagt die Dame von Portcontrol, dass die Fähre in 10 Minuten ablegen wird. So versuchen wir durch die Ausfahrt zu rasen und ins freie Wasser zu kommen. Wir setzen an der Ausfahrt noch das Großsegel mit einem Reff und laufen dann mit westlichem Kurs der französischen Küste entlang.
Dann ist da noch die Küste, hohe Kreidefelsen, mit hier und dort einem Einschnitt. Mal ist darin ein Ort, mal ein Chateau, mal ein Atomkraftwerk, aber ein Hafen ist nicht wirklich zu entdecken. Sich dabei auf das GPS zu verlassen, dass dort in der Felswand wirklich eine Hafeneinfahrt ist, kostet Überwindung. Als wir den Hafen dann gut ausmachen können, nehmen wir die Segel runter, was bei der Welle anstrengend und herausfordernd ist. Welle, das stand als negativer Punkt in dem englischen Segelführer zum Kanal und die haben doch immer Recht, oder?
Ich melde mich über Funk und gebe unseren Tiefgang durch. Das passt schon, ist die Antwort und wie nehmen Anlauf.
Der Echolot zeigt immer weniger Wasser an, bleibt aber bei vier Meter stehen und wir laufen mit mehr als genug Wasser unter dem Kiel entspannt ein und finden am Ponton C eine schöne Box für Idefix und uns.
Unterwegs kam uns noch eine niederländische X-Yacht entgegen, die Stolz Ihre Rolex-Fahne vom Fastnet-Race am Achterstag führt. Gerade läuft ein weiterer Renner hier im Hafen ein und die Crew scheint froh zu sein, auch mal im Hafen schlafen zu können, denn das Fastnet-Race von Cowes, um den Fastnet-Rock vor Irland zurück nach Cherbourgh dauert vier bis fünf Tage.
Jetzt lassen wir den Abend mit Livemusik von französischen Sängern im kühlen Abend ausklingen. Dazu leuchtet der Halbmond am Himmel.




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