Wir kommen gut aus dem Hafen und laufen gemeinsam mit weiteren Segeln südlichen Kurs auf das Kap zu. Ein englisches Boot überholt uns, und dem folge ich, dicht unter Land, immer der 10 Meter Wassertiefenlinie folgend. Er macht den Eindruck, dass er sich hier auskennt.
Danke des wenigen Winds ist die See ruhig. Das kabbelige Wasser ist auch hier deutlich zu erkennen, aber unsere Route unter Land führt uns durch ein ruhiges Fahrwasser.
Auf Höhe des Leuchturm von Portland Bill steuere ich auf Westkurs und hänge den Autopiloten wieder ein. Er macht in diesem Urlaub schon einen super Job. Auf dem Kartenplotter stecke ich die Strecke nach Torquay ab und wir haben jetzt 39 Seemeilen geraden Kurs über die weiter Bucht vor uns liegen. Einfach immer geradeaus.
Unterwegs essen wir mal eine Kleinigkeit, ansonsten vertreiben wir uns die Zeit auf dem Wasser mit Ausguck halten, mal etwas schlafen und Kleinigkeiten zu Essen.
Und dann, nach zwei Drittel der Strecke wird es noch interessant. Ich rufe Nicole hoch ins Cockpit, denn in gut 150 Meter auf unserer Leeseite überholen wir eine Schule von Delfinen. Sie tauchen immer wieder in Gruppen auf, springen und spielen auch mal. Es sind wohl acht bis zehn Delfine, aber so wirklich zählen können wir die Tiere nicht. Bald darauf kreuzt die Gruppe vor unserem Bug und die Delfine sind deutlich näher am Idefix. Wir kommen derweil mit einer aufgekommenen Brise gut voran und rasen auf unseren Zielhafen zu. Die Küste wird auch immer deutlicher vor uns. Und dann kommt ein Delfin sich den Idefix genau anschauen. Er tauch dreimal zum Anfassen nah, so in gut einem Meter Entfernung neben uns aus dem Wasser auf. Natürlich, als ich die Kamera klar hatte, ist er unter Wasser von dannen gezogen.
Dann laufen wir in den Hafen ein. Ich kann mich an die Einfahrt nicht mehr erinnern, einiges sieht noch aus wie vor 44 Jahren, aber viel neues ist auch entstanden. Wir bekommen eine gemütliche Box zugewiesen und man hat uns schon erwartet, denn wir haben uns ja gestern schon telefonisch vorangemeldet.
Im Hafenbüro schlucken wir ein klein wenig, denn die Hafengebühren steigen von Dover an kontinuierlich und heute sind wir im bisher teuersten Hafen. Dafür aber schöne Duschen, nur haben wir einen weiten Weg dorthin. Jetzt gibt es gleich etwas zu Essen, leckere Wraps und danach gehen wir bestimmt noch einmal an Land.










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