Idefix' Reisen
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So um die 970 km zu segeln bedarf etwas Statistik

8/14/2024

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EWas macht man am Ende von so schönen Segelwochen, man schaut zurück und erinnert sicvh an die Abenteuer der letzten zweieinhalb Wochen. Die hohen Wellen oder starken Tidenströmungen an den Kaps in England. An die großen Frachter zwischen Dover und Calais. Aber auch an die Kleinigkeiten, wie den ersten roten Diesel, der in Portsmouth in den Tank geflossen ist und natürlich an die 540 gefahrenen Seemeilen. Die waren an vielen Stellen wundvoll, aber auch an manchen Stellen super spannend, denn die Wellen wurden unerwartet hoch,
Kaum sind wir in Dover von Bord gegangen und in die Stadt abgebogen, hat man hier und da das Gefühl, in einer anderen Welt angekommen zu sein. Was aber besonders auffällt, ist die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit dabei. Davon können wir uns eine große Scheibe abschneiden. Brot und Brötchen bei Marks&Spencer sind richtig gut und weiter zu rempfehlen. Wichtig, die machen am Sonntag erst um 10 Uhr auf. Geld, das Pfund, Bargeld wird nicht benötigt, denn man kommt überall mit der Karte weiter. Noch einmal zurück zum Sonntag, das ist der Fish&Chipstag, hier steht man definitiv in der Schlange.
Fahrradfahren - In England besser lassen, denn man ist in den Städten ein UFO und die Autofahren können mit einem Radfahrer auf der Straße nicht wirklich etwas anfangen und nehmen entsprechen wenig Rücksicht. Und dann noch Linksverkehr, an den muss man sich auch mit dem Fahrrad gewöhnen. Die großen Häfen der City of Sails, also die Cowes Marina ist nicht zu empfehlen, teuer und echt keine schönen WC-Anlagen.

Aber ganz ganz wichtig, wir kommen wieder!
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Ein Sprint nach Hause

8/13/2024

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Was sind schon 30 Seemeilen. Die sind ja fast mal so eben gemacht. Trotzdem sind wir auch ohne Wecker früh auf den Beinen und starten in den Morgentrott. Zähne putzen, Kaffee kochen, Brotschneidden und Wasserflaschen auffüllen. Dann laufen wir aus, Kurs Ost. In dieser Richtung liegt unser Heimathafen Cadzand. Kaum haben wir die Hafenmole hinter uns gelassen, setzen wir das Großsegel und nehmen Kurs auf den Heimathafen. Das Wetter macht heute einen komischen Eindruck. Der Wind ist mal gut, mal geht es so, selbiges gilt für die Sonne und wenn die Wolken da sind, schaut es nach Regen aus. Es fallen auch drei Tropfen, dann ist es schon wieder schön und sonnig. Da wir ankommen wollen, unterstützt unser guter Motor die Fahrt und treibt Idefix zügig voran. So kommen wir am frühen Nachmittag an und genehmigen uns aufs Ankommen und die schönen Urlaubswochen einen Anlegersekt.
Danach kommt der Wasserschlauch zum Einsatz, um das ganze Salz vom Boot zu spülen und auch sonst Idefix schön zu machen. Dann bereiten wir uns vor, zu unserem Lieblingsitaliener hier zu radeln. Das sorgt für einen schönen und leckeren Abschluss der super Tage und Wochen, die wir unterwegs waren. Wir haben circa 450 Seemeilen gesegelt, was echt gut ist. Dazu viel Gutes und Spannendes erlebt und wir sind immer sicher angekommen.
England, wir kommen wieder.
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Der Lange Weg zurück aufs Festland

8/12/2024

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Es ist kurz vor halb vier und es rumort in der Koje vom Idefix. Draußen ist noch schwarze Nacht mit einem wunderschönen Sternenhimmel und wir starten in den Tag. Sobald wir mehr als nur die Hand vor Augen sehen, wollen wir uns auf den Weg zum Festland machen. Es ist einer der langen Törns. Heute stehen über 60 Seemeilen auf dem Plan und somit ein wirklich langer Tag. Dadurch, dass wir mit dem ersten Licht starten, haben wir in der Doverstraße noch eine Zeitlang die Strömung mit uns bzw. sie schiebt uns gut zur Seite, damit wir in die richtige Richtung den Kanal queren. 
Aber erst einmal läuft unsere Morgenroutine an. Ich schneide Brot, die Zähne werden geputzt, Kaffeewasser gekocht und die Segelklamotten angezogen. Es ist schon oder noch so warm, dass die kurze Hose völlig ausreicht.
Dann melde ich uns bei Dover VTS an und wir dürfen auslaufen. Der Controller bittet uns, da einige Fähren im Anflug sind, darum, erst einmal eine Seemeile südlichen Kurs zu nehmen und dann auf östlichen Kurs zu schwenken.
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Langsam erwacht der Morgen und wir fahren unter Maschine in den Vorhafen von Dover. Hier setzen wir das Großsegel mit dem ersten Reff. Dann verlassen wir den Hafen durch das Westgate, auf dem von Dover VTS vorgeschriebenen Weg. Kaum haben wir den Hafen verlassen, geht es schon wieder gut rauf und runter, obwohl nicht wirklich viel Wind bläst. Dover ist einfach eine unruhige und exponierte Ecke.
Bald liegen die Kreidefelsen von Dover hinter uns und wir segeln zielstrebig auf das Verkehrstrennungsgebiet zu. Auf unserem AIS-Monitor sehen wir sehr viel Betrieb auf der Großschifffahrtsstraße. 
  • AIS - "Automatic Identification System": Ein System, das im UKW-Funkbereich arbeitet. Die Boote, die es verwenden, tauschen hier Informationen über Geschwindigkeit, Position, Richtung und die Boote im Allgemeinen aus. So ist jeder eindeutig zu identifizieren und man kann genau sehen, wo der andere ist. 
  • Großschifffahrtsstraße oder Verkehrstrennungsgebiet: Eigentlich eine Autobahn für die Frachter. Und alle Frachter, die sie benutzen dürfen, haben hier pauschal Vorfahrt, vor allen anderen Booten. Wie als kleines Segelboot müssen diese Wasserstraße in einem rechten Winkel queren.
Kaum sind wir an der Großschifffahrtsstrasse angekommen, ist gefühlt Stau. Die Riesen schleichen mit acht Knoten über die Strecke. Den Größten spreche ich über Funk an und frage Ihn, ob er klar vor uns passiert. Die Antwort begeistert mich nicht wirklich. Er antwortet zunächst sehr schnell, Ja, laut Tracker passieren wir ihn an seinem Heck. Dann der Nachsatz: "...zu 99 Prozent". Auch wenn es nicht ganz korrekt ist. ändere ich den Kurs ein wenig, so das wir klar hinter dem Containerriesen passieren. 
Was mich ein wenig begeistert, ist, dass es ein LNG-angetriebener Containerriese ist. Einen zweiten sehen wir auf einem Ankerfeld. Auch hier gibt es ein ökologisches Umdenken, denn diese Riesen blasen weniger Schadstoffe in die Umwelt. Und der Smogstreifen der Großschiffafahrtsautobahn ist bei richtigen Lichtverhältnissen weithin sichtbar.
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Die restlichen Stunden der langen Strecke sind eher eintönig. Da der Wind nicht so kräftig ist wie vorhergesagt und sich eine ganze Zeit lang auch ganz schlafen legt, fahren wir unter Maschine Kurs Belgien. So ein Tag braucht einfach Zeit und die Hochspannung war zu Anfang. Die größte Spannung am Nachmittag bestand darin, noch einmal in unseren kleinen Dieseltank etwas aus dem Ersatzkanister nachzufüllen. Dann suchen wir uns einen Weg durch die Sände und lassen uns irgendwann mit schiebendem Wasser nach Nieuwpoort in den königlichen Jachtclub treiben. Nicole hat uns per Telefon schon mal einen Platz reserviert und wir tanken noch etwas. Jetzt lassen wir den Tag ausklingen.  
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Alte Graffitis

8/11/2024

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"The Englisch Heritage" ist eine Stiftung in England, die sich um alte Gemäuer und Sehenswürdigkeiten kümmert. Sie stellen auch die Mitarbeitenden, die sich um die Gemäuer und deren Sicherheit kümmern. Diese Mitarbeitenden sind aber auch mit Begeisterung für Ihren Beruf dabei. Im Tower, der Hauptburg, zeigte uns ein Mitarbeitender die Graffitis der Burg. In der Vergangenheit, zum Beispiel im 17. Jahrhundert, waren viele Gefangene von Schiffen, die vor der englischen Küste aufgebracht wurden. Sie hatten viel Zeit und ritzten Ihre Schiffssymbole sowie ihre Namen und dem der Schiffe in den weichen Kalkstein. Einmal so gezeigt und erklärt, läuft man mit einem ganz anderen Blick durch die Burg und entdeckt überall die spannenden alten Bilder, die die bewegte Geschichte der Burg widerspiegeln. Gut, dass wir hier abgebogen sind und das Dover Castle besichtigt haben.
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Dover Castle - Ein spannender, langerwarteter Besuch der Burg

8/11/2024

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Der Morgen erwacht mit einem strahlend blauen Himmel und die Sonne lacht dazu. Der Sonntag startet super schön und sehr sehr warm. Wir frühstücken erst mal gemütlich im Cockpit und genießen den Morgenkaffee. Jetzt steht der Besuch des Castels von Dover an. Das habe ich ja vor 8 Jahren verhindert, weil ich einen Tag früher aufbrechen wollte. Der Wind war damals einfach zu gut und ich habe mich treiben lassen. Heute genießen wir dafür den Besuch der Burg, Die Tickets haben wir gestern schon online gekauft. Zum einen klappt das in England hervorragend und oftmals bekommt man beim Kauf am Vortag noch einen Rabatt. Ich muss auch gestehen, dass wir den gesamten Urlaub ohne Bargeld bestritten haben. Wir haben kein Pfund abgeholt und konnten alles mit Karte bezahlen. Da sind die Engländer uns einen deutlichen Schritt voraus. Auch wenn ansonsten nicht alles Gold ist, was glänzt.
Wir verschließen das Boot und machen uns auf den Fußmarsch den Berg zur Burg hinauf.
Der Pfad zur Burg hat schon schöne einladende Momente, denn wir gehen durch einen gefühlt verwunschenen Wald ein wenig abseits der Straße, die auch hinauf zur Burg führt. Dann kommt die lange Treppe und ermöglicht am Ende die ersten schönen Ein- und Ausblicke auf und von der Burg aus. 
An der Empfangsstation bekommen wir zwei Armbändchen und können damit überall hinein und sind jetzt noch gespannter, was uns erwartet. Mich zieht es erst einmal zu dem mir Bekannten. In meiner Jugend habe ich die Burg ja schon mehrfach bei unseren Englandsegelurlauben besucht.
Unser Weg führt uns zum Pharos, dem Leuchtturm der Römer, die hier schon einen Wegweiser für ihre Truppen gerichtet haben. In der Kappelle neben dem Turm läuft eine Messe. Eine Bank in einer kleinen Nische lockt uns, hier einen Moment zu verweilen und einfach die Ruhe zu genießen. Es ist hier so schön still und so kann man um so mehr die Orgelklänge der Messe genießen.
Unser weiterer Weg führt uns zum Tower, der Hauptburg. Hier treffen wir auf den König, der auf der Burgtreppe mit lauter Stimme die Gäste begrüßt.
Wir folgen ihm in seine Burg und auch dem Besucherpfad. Die Burg bietet Einblicke in die einzelnen Epochen, in der sie als Wehrgebäude, aber auch Gefangenenlager diente. Die Räume der Könige und des Personals. So wandert man durch die Ebenen bis hinauf aufs Dach und zurück ins Erdgeschoss. Zwischendurch treffen wir noch einmal den König, der begeistert über seine Geschichte berichtet. Es macht einfach Spaß, den Laienschauspielern zuzuhören.
Am Ende erfüllt sich mir sogar noch ein Jugendtraum. Früher stand hinter dem Tower immer ein Schild mit dem Zugang zu unterirdischen Gängen. Nur waren die da nicht geöffnet oder zugänglich. Heute gehen wir durch die schmalen tiefen Gänge unter der Erde zu den alten Verteidigungsanlagen der Burg. Super spannend und medial modern und gut aufbereitet, sodass man viel mitnimmt.
Es gibt noch weitere unterirdische Gänge, die bei meinen ersten Besuchen noch gar nicht durch das Militär freigegeben waren. Heute kann man die alten Verteidigungsanlagen und Kommandostände sowie ein unterirdisches Krankenhaus besichtigen. Die vielen Gänge, die sich hier durch den Kalkstein ziehen, finden ihren Ursprung Ende des 17. Jahrhunderts und waren im 2. Weltkrieg das Rückgrat der Kanalverteidigung von England.
Ein wenig erschöpft gehen wir zurück zum Boot und genießen ein Glas Sekt und kühlen die Füße im Wasser. Wir wollen ja gleich noch einmal los, zum örtlich besten Chippy und unser Abendessen holen. Über die lange Wartezeit schweige ich jetzt einfach, denn es hat im Cockpit wieder gut geschmeckt. Jetzt schauen wir gerade noch die Abschlussveranstaltung von Olympia und sind fast schon im mit einem Bein im Bett. Morgen startet der Tag gegen vier Uhr, denn wir haben einen langen Schlag nach Belgien vor uns.
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Auf zum Dover Castle

8/10/2024

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Wir werden vor dem Wecker wach und stehen langsam auf. Der Himmel zeigt keine Wolke und es ist ganz still im Hafen. Der viele Wind von gestern ist heute Morgen nicht mehr da. Wir bereiten Idefix und uns auf den Törn nach Dover vor. Ich setze noch den roten Code 0, den ich bei dem wenigen Wind nutzen möchte. 
Jetzt duftet es nach Kaffe und wir melden uns für die Schleuse an und dürfen auch sofort hin kommen. Es wartet schon ein Segler aus den Niederlanden. Die wollen heute quer über den Kanal nach Frankreich segeln. Hinter uns macht eine X-Yacht aus den Niederlanden fest und sie wollen die Geschwindigkeit des Boote nutzen und nach Dünkirchen segeln. 
Da bei uns der Besuch von Dover Castle auf der Bucketliste steht, geht es bei uns nur nach Dover.
Erst mal steht motoren an, denn der Wind schläft noch. So kann ich meinen Morgenkaffee genießen. Etwas später schmiert Nicole die Brote und wir Frühstücken gemütlich. Danach rolle ich die Fock aus, denn es gibt ein wenig Thermik von Land, was aber nicht die angesagt Windrichtung ist. Nach einiger Zeit dreht der Wind auf die angesagte Richtung. Das heißt, der gradiente Wind (angesagte Wind) setzt sich durch. Schnell setzen wir das Großsegel und es geht gut los. Wir schalten die Maschine aus und segeln zielstrebig auf das Kap der heutigen Tages zu. Dungeness, optisch ein langweiliges Kap, seglerisch immer spannend. Bei uns steht noch Strom gegen Wind und es baut sich eine beeindruckende Grundsee auf und Idefix surft die steilen Wellenberge hinab. Immer wieder stehen 8 Knoten auf der Logge. 
Nicole dreht einen Film, der in einer Story auf Instergram zu sehen ist und die spannenden Wellen zeigt.
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Wir kommen am Kap vorbei. Jetzt legt der Wind zu, er steigert sich deutlich. Das führt dazu, das sich der aufgerollte Code 0 ein wenig entrollt und droht, sich ganz auszurollen. Schnell bereitet Nicole das Bergen vor und klariert das Fall. Ich steuere den Idefix durch die Wellen und sie geht aufs Vorschiff und zerrt den Roten herab und mit nach hinten. Wir fixieren ihn mit ein paar Tüddeln langgestreckt auf dem Deck. Die Wellen und der Wind werden gefühlt immer mehr. Beim Hinabrauschen der Wellenrücken stehen über 11 Knoten auf der Logge und überall um uns herum ist rauschendes Wasser.
Ich entscheide, dass wir das Großsegel bergen. Also Fallen klarieren und die passende Welle fürs Anluven finden,  dann lege ich Ruder und Idefix rollt über die Welle in den Wind. Nicole übernimmt das Steuern, was echt nicht einfach ist und ich klettere nach vorne zum Mast und zerre das Großsegel herunter. Für das Festtüddeln mit dem einen Bändsel benötige ich zwei Anläufe, denn es rollen große Wellen unter dem Boot hindurch. Jetzt bin ich wieder sicher im Cockpit und bereite die Fock für ein verkleinertes Ausrollen vor. Die Fock stabilisiert Idefix und bei der passenden Welle kann ich wieder vor den Wind abfallen und wir rauschen die letzten Meilen nach Dover. Hier melde ich mich bei Dover VTS an und darf durch das Westgate einfahren. Wie vorgeschrieben melde ich mich 200 Meter vor der Einfahrt und hier kocht der Seewasserkessel. Es laufen über zwei Knoten Strom entlang der Hafenmauer. Dazu werden die Windwellen von der Mauer reflektiert und Idefix hüpft über die Wellen in den Hafen. Ich versuch etwas zu sehen und auch den Kurs so zu steuern, dass wir sicher im Hafen ankommen. Dann, ganz plötzlich wird es ruhig und wir sind durch den Hexenkessel und im Hafen. Wir rollen die Fock ein, die ich zum Stabilisieren hatte stehen lassen. Dann melde ich mich bei Dover VTS und wir fahren in die Marina. Hier bekommen wir einen guten Liegeplatz und jetzt sitzen wir nach einem leckeren Abendessen aus dem M&S-Foodstore im Cockpit und schauen auf die Burg, die wir morgen besichtigen gehen.
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Ein gewonnener Tag

8/9/2024

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Eigentlich, was für ein Wort, steht heute der Törn nach Dover an...
Wir werden kurz vor dem Wecker wach und Regentropfen empfangen uns. Dazu heult es immer noch ganz ordentlich. Die gesamte Nacht war vom Wind her recht unruhig. Ich nehme mein Ölzeug und Brille und gehe erst einmal oben auf dem Kai schauen, wie es draußen ausschaut. Einladend definitiv nicht. Wollen wir wirklich los? Oder schieben wir noch einen Tag? - Wir prüfen alle uns zur Verfügung stehenden Wetterberichte, Windfinder, die Seekarten-App von Navionics, den lokalen Wetterbericht vom Hafen und die englische Seewetterseite vom Met Office UK. Alle sprechen von guten 5 Windstärken, zwar später mit Sonne, aber nicht schön. Den Ausschlag gibt dann die App VentuSky, die, wie ich immer sage das realistischste Wetter ansagt. Da schaut man natürlich gerne weg, denn ist ist manchmal schlechter angesagt als bei allen anderen. Dort stehen 6 Windstärken und da möchten wir nicht auf dem Ärmelkanal segeln.
So legen wir uns noch einmal in die Koje und ich schlummere noch einmal völlig feste ein. So gegen halb neun starten wir mit dem ersten Kaffee in den Tag und frühstücken dann langsam und gemütlich im Cockpit. Die Sonne kommt immer mehr heraus und die Wolkenlücken werden immer größer. Den Tag haben wir schnell für uns verplant. Hastings, das wir ja auf dem Hinweg schon von der Seeseite her angeschaut haben, wollen wir erkunden. Da das Fahrradfahren in England ja nicht so schön ist, nehmen wir den Überlandbus mit 62 möglichen Halten unterwegs.
Wir erwischen den Bus und werden freundlich zu den Tickets beraten, die wir kaufen sollen und sitzen dann gemütlich im Bus zu der spannenden und geschichtsträchtigen Stadt Hastings. Es startet hier in der Steinzeit und 1066 gab es die erste befestigte Burganlage auf einer Klippe, die unser Ziel ist.
Die freundlichen Engländer helfen uns und erklären uns den Weg zum Zugang zur Burg. Wir nehmen den Weg mit der Unterführung, die schöne Meeresbilder zeigt und gehen die wenigen Schritte in Richtung "Old Town" an der Küste entlang. Dann steht auch schon ein Wegweiser da, zu der Bergbahn, die zur Burg fährt. Wir zahlen den Eintritt und rumpeln mit eine Gruppe von Chinesen zur Burg hoch. Hier folgen wir den Wegweisern und erkunden dann die Ruinen auf dem Hügel, auf dem Wilhelm der Eroberer seine erste Holzfestung bauen lies. Später folgte eine aus Stein gebaute Burganlage, von der heute nur noch eine Ruine auf dem Berg steht.
Einige Teile sind bei Stürmen vom Meer unterspült worden und es sind Teile der Küste eingebrochen. Die Bilder der alten Küstenlinien sind aus meiner Sicht eh spannend und haben wenig mit dem heutigen Verlauf zu tun. 
Nach der Besichtigung lassen wir uns vom Berg zum alten Hastings treiben. Eine gemütliche Stadt aus schönen alten Gebäuden, die in den Klippentalkessel gebaut sind. Es gibt viele kleine schmale Gassen, steile Treppen und eine gemütliche Einkaufsgasse mit spannenden Geschäften und gemütlichen Restaurants.
Nach dem wir hier ganz viel gesehen haben, machen wir uns auf zum Bus und gelangen dabei auf die Einkaufsstraßen vom neuen Hastings und sind von der Stadt richtig begeistert. Es gibt schöne alte Geschäfte und Einkaufshallen, aber auch eine schöne neue Einkaufshalle.
Die Rückfahrt wird dann noch spannend, es kommt einfach kein Bus, aber auch auf der Straße kein Auto mehr. Kein gutes Zeichen und die Gruppe an der Bushaltestelle wird immer größer. Nach einiger Zeit kann ich Nicole überzeugen, dass wir zum Bahnhof gehen und einfach eher in den Bus einsteigen. Zum Glück haben wir das gemacht, denn der Bus fährt einen ganz anderen Weg und kommt gar nicht zu der Haltestelle, an der wir gewartet haben. Ein wenig wie in Deutschland, auch hier kommen Informationen nicht beim Fahrgast an.
Der Bus kommt gut voran und unterwegs können wir auf einer Anzeige lesen, dass die Verspätungen der nachfolgenden Busse ziemlich groß ist. Was auch cool ist, wir sitzen in einem Doppeldecker vorne in der ersten Reihe, was die Fahrt super spannend macht.
Jetzt lassen wir den Abend nach einem leckeren Abendessen ausklingen und morgen starten wir um sechs Uhr einen neuen Versuch in einen hoffentlich schönen Segeltag.
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Kuriositäten bei den englischen Seglern

8/9/2024

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iweDas kleine Segelboot mit dem Motorbootsteuerrad ist uns schon auf der Herfahrt besonders aufgefallen. Jetzt auf dem Heimweg mussten wir ein paar Fotos davon machen. Denn es wirkt einfach schräg, besonders, wenn man näher hinschaut, hat das Boot noch eine Pinne im Cockpit. Spannend, wie das Boot gesteuert wird.
​Dann geht es weiter über getapte Anlegeleinen, die ausschauen wie ein Pflaster oder selbstgebastelte Stoßfänger.
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Smugglers Cove

8/8/2024

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Heute ist noch einmal Hafentag in Eastbourne. Das Wetter ist gemischt. Morgens tröpfelt es minimal beim Frühstück und dann ist auch schon wieder die Sonne da. So geht es bis zum Nachmittag weiter, dort ziehen die angesagten Wolken herein und bringen Regen mit, der gar nicht angesagt war. Aber, wir sind ja in England und ein wenig Landregen gehört doch einfach dazu. Außerdem ist das doch das beste Schmugglerwetter. 
Wir ziehen los in den Asda und machen hier unsere Einkäufe für die Dinge, die in Deutschland zum Teil gar nicht oder nur schwer zu bekommen sind. Ein paar fertige indische und asiatische Gewürzmischungen und, ganz wichtig, 31 Dosen Mushy Peas. Die verstaue ich ganz unten im Boot und polstere die Kisten ein wenig aus. Das Gewicht habe ich über beide Seiten verteilt. Ob die 31 Dosen Schmuggelware sind? Unsere auf jeden Fall...
Wir sitzen jetzt gemütlich im Boot und hören dazu bei einem Glas Sekt englisches Radio. Gleich gibt es dazu Reste aus unserem Kühlschrank für ein gemütliches Abendessen. Danach lassen wir den Abend ausklingen und gehen früh zu Bett, denn morgen heißt es Reise, Reise. Auf nach Dover zur Besichtigung von Dover Castle.
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Hafentag in Eastbourne

8/7/2024

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Heute lassen wir es langsam angehen und starten gemütlich in den Hafentag. Da mein Kollege im Urlaub ist, logge ich mich zwischen drin immer wieder mal zum Arbeiten ein. Dazwischen zieht es uns zu einem Einkaufsbummel durch das Einkaufszentrum hier am Hafen. Wir besuchen den TK Max und zwei weitere Geschäfte in der Verkaufszeile. Wir bleiben aber erfolglos; es gibt hier nichts, was uns anlockt. 
Zurück am Idefix hole ich die Fahrräder heraus und baue sie zusammen. Wir wollen noch einen Ausflug in die Stadt machen. Dazu gibt es einen Radweg auf der Promenade, am Meer entlang. Leider führt der Weg nicht bis ganz in die Stadt und wir müssen mit den Fahrrädern auf der Straße fahren. Und das ist hier in England wirklich ein Müssen. Gefühlt haben die noch nie einen Fahrradfahrer auf der Straße erlebt und entsprechend wird man auch missachtet. Echt schade.
So lassen wir uns in kleine Seitenstraßen treiben und hier gibt es noch Schönes zu entdecken. In Filmen ist es die besondere Telefonzelle in England, wir finden eine gehäkelte Briefkastenmütze.  Sehr cool und schön.
Ansonsten wirkt die Stadt trotz Pop- und Rockfestival ein wenig angegammelt. Es gibt wenig, was nicht heruntergekommen wirkt und einen nicht wirklich ein weiteres Mal anlockt. Wir fragen uns, ob das 2016 auch schon so war und unsere Wahrnehmung verklärter ist. So vergleichen wir unsere Wahrnehmung mit den alten Blogbeiträgen und es bleibt die Meinung, der Brexit hat Eastbourne nicht gut getan. Hoffentlich bleibt die Wirtschaft in Deutschland stabil und wächst wieder...
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Nach dem wir uns den Weg zurück erkämpft haben, sitzen wir gemütlich im Cockpit und denken über das Abendessen nach. Ein Stück zurück in die Stadt gibt es  'LJ's Fish and Chips', der der beste Chippy in der Stadt sein soll. So sattel ich noch einmal mein Rennrad und düse in die Stadt, um unser Abendessen zu holen. Der Laden - in einer nicht mehr ganz so tollen Häuserzeile - erfreut sich großer Beliebtheit. Hier trifft sich alles, um Fish and Chips zu ergattern.
​Jetzt sitzen wir faul mit vollem Bauch im Hafen und lassen den Abend ausklingen.
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